In diesem Blog sind einfachste bis sinnloseste Gedankensprünge meines Kopfs enthalten, wie sie kommen und gehen=)
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Der Autor versichert, dass die auf ArtisteyeLive geposteten Texte nicht autobiographisch zu sehen sind und es sich um erfundene Geschichten und Begebenheiten handelt.
Donnerstag, 14. April 2011
Die Stadtliebe
Als erstes vibriert der Boden, dann die Gläser, die eine eigene kleine Flugshow haben, die Glasvitrine mit den vielen kleinen Ü-Ei-Figuren und wenn ich die Augen öffne sehe ich meinen Wecker auf dem grauen Teppich vibrieren und sich zuckend auf mich zu bewegen, dann schließe ich meine Augen und wickle mich in meine Blümchendecke ein. Wie ein verschütteter Bergsteiger unter Tonnen Schnee begraben liege ich da und warte darauf, dass der Zeiger Punkt 6 erreicht und wie eine Feuerwehrsirene losheult, das dauert noch ca. 5 Minuten. Die Bahn fährt 05:55 Uhr ein, lässt alles ob alt, jung, arm oder reich in sich eintreten, denn solange sie eine Fahrkarte besitzen, ist der äußerliche Zustand wie die große verschobene Nasen oder die zu kurzen Beine, fettiges, ungepflegtes Haar mit alldem, was darin käucht und fläucht vollkommen egal, wer in eine Straßenbahn steigt, kann nicht besser sein, als die die bereits darin sitzen, er kann keinen besser bezahlten Job haben oder einen unverwundbaren Körper wie Supermann und ist kein Supermodel. Sind alle eingestiegen, die sich an der Haltestelle versammelt hatten, schließen sich die Türen. Manchmal aber öffnen sie sich noch einmal für eine heran eilende alte Dame, die sich von ihrem dritten Bein verwirren ließ. Einige Bahnfahrer schließen die Türen und lächeln beim Vorbeifahren den Damen frech ins Gesicht und heben eine Hand zum Gruße. Der Wecker heult los, es ist um 6. Ich ziehe mit dem Ellenbogen den Rest Arm hinterher, schnappe mir mit wirren Bewegungen den schreienden Wecker und such mit den Fingern nach der Schnauzetaste. Ich hebe meinen Kopf, als hätte ich die ganze Nacht wild gefeiert und besoffen Art-Erhaltung betrieben, um meinem Finger bei der Suche nach der Taste zu helfen. Ist sie erst einmal gedrückt, hält er für 10 Minuten die Fresse, könnt ja sein, dass ich vor Müdigkeit noch einmal einschlafe und wenn ich es nicht tue und direkt aufstehe, durch mein Kastenzimmer laufe, um mich an einer der vielen Kästenkanten und -ecken zu stoßen, die auch Türen, Schränke und herumliegende Sachen haben, fängt er an, mich aus einer Meditationsphase, dem morgendlichen Stuhlgang, zu reißen, dann muss ich abbrechen und mich erneut in die Gefahr begeben, von Stuhlbeinen und herumliegenden Schuhen attackiert zu werden, nur damit er endlich Ruhe gibt. Die Nacht war kurz, dann schaffe ich es meist schneller als gewohnt aus Meiner Matratze, die sich zwischen Wand und allerhand Kartons voller ausrangierter Magazine verborgen hält. Die Decke ist hoch und lässt die warme Luft der Heizung bis zum Deckenrand weichen, davon habe ich nichts viel, da sich unten die kalte Luft staut. Meine Wohnung liegt im Erdgeschoss, so dass man vom Haus gegenüber eine wunderbare Sicht auf meinen frühs meist freiliegenden Hintern hat. Wenn ihnen mein Arsch gefällt, wird es sie nicht stören.
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